Kontakt

Mehr Informationen:

Unternehmererklärung – lästige Pflicht oder Chance?

Seit dem 01.10.2009 gilt die neueste Fassung der EnEV und damit auch die Pflicht des Bauherren bzw. Eigentümers, auf Verlangen der zuständigen Behörde nachzuweisen, dass durchgeführte Sanierungsmaßnahmen, z.B. an Dach oder Außenwänden, gemäß EnEV 2009 ausgeführt wurden.

Geld sparen mit Einhaltung der EnEV

Das geschieht mit Hilfe der Unternehmererklärung (inkl. U-Wert-Berechnung), die das ausführende Unternehmen dem Bauherren unmittelbar nach Fertigstellung der Baumaßnahme auszuhändigen hat.

In der Unternehmererklärung versichert der Unternehmer, dass er bei den aufgeführten Baumaßnahmen § 8, § 9 und § 10 der EnEV eingehalten hat.

Der Bauherr ist verpflichtet, diese Erklärung mindestens 5 Jahre lang aufzubewahren und auf Wunsch der zuständigen Behörde, die stichprobenartig Kontrollen durchführt, vorzuzeigen. Ergänzend dazu hat auch der Bezirksschornsteinfeger die Pflicht, die Einhaltung der EnEV 2009 an Änderungen der Wärmeerzeugungssysteme zu prüfen und ev. Nichterfüllung anzuzeigen. Wer sich als Unternehmer oder als Bauherr darüber hinwegsetzt, muss mit einem saftigen Bußgeld von bis zu 50.000 € rechnen.

In der nachfolgenden Tabelle haben wir für Sie die Fälle und Ausnahmen zusammengestellt, in denen eine Unternehmererklärung abgegeben und die EnEV 2009 zwingend einzuhalten bzw. nicht einzuhalten ist.

Einhaltungspflicht /
Unternehmererklärung bei
Ausnahmen
Änderungen an Außenwänden, Fassaden, Fenstern Baumaßnahmen, die unter die Bagatellgrenze fallen. Diese besagt, dass die EnEV erst dann zwingend einzuhalten ist, wenn mindestens 10 % einer Bauteilfläche geändert oder saniert werden. (In der alten Fassung der EnEV von 2007 waren es noch 20 % der Bauteilfläche.)
Dämmung oberster Geschossdecken oder Dächern Bei unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden kann u.U. eine Ausnahme bei der unteren Kreisbehörde erwirkt werden
Einbau oder Erneuerung von heizungstechnischen Anlagen In Härtefällen können Befreiungen nach § 25 EnEV beantragt werden.
Dämmung von Leitungen zur Wärme- oder Warmwasserverteilung Genehmigungsbedürftige Bauvorhaben deren Bauantrag oder Bauanzeige bis zum 30.09.2009 gestellt wurde, dürfen noch nach alter Fassung (EnEV 2007) umgesetzt werden.
Einbau oder Erneuerung von raumlufttechnischen Anlagen Genehmigungsfreie Bauvorhaben über die die Gemeinde noch vor dem 30.09.2009 informiert wurden, dürfen ebenfalls noch nach alter Fassung (EnEV 2007) ausgeführt werden.
  Bauvorhaben, die bis zum 30.09.2009 begonnen wurden, dürfen noch gem. EnEV 2007 umgesetzt werden.
  Wenn bei Grenzbebauung die Dämmschichtdicke über die Grundstücksgrenze hinausragen würde, kann ggf. auf die exakte Einhaltung der Dämmschichtdicke lt. EnEV 2009 verzichtet werden. Optimal ist es, wenn der Nachbar eine Einverständniserklärung abgibt.

HINWEIS: Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist die ieQ-systems GmbH & Co. KG

Rufen Sie uns an

06334 / 44978-0

Schreiben Sie uns